Wie können Unternehmen Non-Profits unterstützen, um die aktuelle Corona Krise zu überstehen?

Stéphanie Grawehr
Stéphanie Grawehr Juni 30, 2020

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie stehen Non-Profits vor einer grossen Herausforderung. Auf der einen Seite stehen den Organisationen immer weniger finanzielle Mittel zur Verfügung, auf der anderen Seite wird ihre Hilfe umso mehr gebraucht. Niemand kann voraussagen, wie es zukünftig weitergehen wird und viele Non-Profits stehen durch die Corona Krise vor dem Abgrund. In Zeiten einer solchen Krise, rücken auch Unternehmen immer mehr in die soziale Verantwortung, der Gesellschaft und diesen Non-Profits zu helfen und die Begünstigten zu unterstützen.

Aber wie genau wirkt sich die Corona Krise denn auf Non-Profits aus

Non-Profits haben weltweit akute finanzielle Einbussen

Die aktuelle soziale und wirtschaftliche Krise setzt auch gemeinnützige Organisationen auf der ganzen Welt unter Druck. Eine Studie der „Charities Aid Foundation of America“ fand heraus, dass 96,5% des Non-Profits weltweit berichteten, dass sie durch COVID-19 negativ beeinflusst werden. An der Umfrage nahmen mehr als 530 gemeinnützigen Organisationen in dreiundneunzig Ländern teil.

Dieselbe Studie zeigt auch, dass 97,4% mit weniger finanziellen Ressourcen rechnen als im letzten Jahr, wobei 41,2% der Non-Profits mit einem Verlust von mindestens 20% rechnen.

Die Non-Profit Oxfam gab kürzlich die Schliessung von 18 Büros an, etwa ein Drittel der weltweiten Mitarbeiter. Einer der Hauptgründe ist der erhebliche Umsatzverlust im März, als man alle Geschäfte schliessen musste. Und das obwohl sich mehr als 19,5 Millionen Menschen sich auf Oxfam verlassen.

Andere grosse Spendenaktionen wurden verschoben oder abgesagt, wie z.B. der London-Marathon, der 2019 über 66,4 Millionen Pfund für britische Non-Profits gesammelt hatte. Die Kontaktbeschränkungen und Hygienemassnahmen beeinträchtigen Fundraising Kampagnen der gemeinnützigen Organisationen und gefährden die Zukunft dieser.

Die Nachfrage steigt

Gleichzeitig werden Non-Profits in der Krise noch mehr gebraucht als davor. Die Krise ist eine grosse Herausforderung für Menschen, die ihre Arbeit verloren haben und nun Hilfe brauchen.

In der Schweiz haben Suppenküchen deutlich mehr Mahlzeiten verteilt als zuvor, wie z.B. die „Centrale Alimentaire Région Lausannoise“ (CA-RL) berichtet. Im April wurden mehr als 20% mehr Mahlzeiten verteilt, was ca. 11 Tonnen zusätzlicher Lebensmittel entspricht. Die Non-Profit geht sogar davon aus, dass ab Mitte Mai sogar noch 50% mehr Menschen auf Nahrung angewiesen sind, anstatt 5000 wären das 7500 Begünstigte.

Wie kann man die Nachfrage bewältigen

Nonprofit-Organisationen stehen im Kampf gegen die Pandemie an vorderster Front. Das spanische Rote Kreuz startete die finanziell und sozial, grösste Hilfsaktion in der Geschichte der Nonprofit-Organisation im Kampf gegen das Corona Virus. Im ersten Monat zählte das Rote Kreuz 600.000 Einsätze und half damit insgesamt 1,35 Millionen Menschen. Dank der rund 31.200 Freiwilligen haben sie etwa 72.000 Menschen betreut, die am stärksten von Covid-19 betroffen sind. Sie haben Nahrung, Hygiene, medizinische Versorgung gewährleistet und die Grundbedürfnisse von etwa 25.000 Familien garantiert und etwa 200.000 einsamen Menschen, Beistand geleistet. Grade jetzt können und dürfen solche Organisationen nicht Kosten sparen müssen.

Non-Profits brauchen jetzt mehr denn je Unterstützung

Wie können Unternehmen helfen?

Da die Coronavirus-Pandemie Millionen von Existenzen weltweit bedroht, ist ein Beitrag von Unternehmen umso wichtiger, um die Herausforderungen und Folgen zu bewältigen.

Unternehmen können:

Obwohl diese Schritte eine sofortige Hilfe darstellen, muss in den nächsten Monaten und wahrscheinlich sogar Jahren noch viel mehr getan werden. Wie bereits erwähnt, sind die finanziellen Verluste für Non-Profits erdrückend. Da auch viele Einzelpersonen von der Krise betroffen sind und nicht mehr in der Lage sind eine grosse Spende zu tätigen, ist nun eine Chance für Unternehmen zu spenden, und viele haben es auch schon getan. Nach Angaben von Candid, wurden bereits etwa 5 Milliarden USD von Unternehmen an Non-Profits gespendet, die gegen den Ausbruch und die Auswirkungen des Corona Virus kämpfen.


Aber das ist noch weit davon entfernt, die entstanden Verluste zu kompensieren. Weitere Einnahmenquellen werden noch eine Weile durch das Coronavirus behindert oder sogar verhindert werden. Spenden von Unternehmen könnten eine grosse Unterstützung sein, damit gemeinnützige Organisationen weiter Hilfsbedürftige Menschen unterstützen können.

Virtuelle Freiwilligenarbeit: Eine neue Möglichkeit zu helfen

Neben der Produktion von wichtigen Schutz- oder Hygieneprodukten und finanziellen Spenden haben Unternehmen ausserdem ihre wichtigste Ressource eingesetzt. Ihre Mitarbeiter. Diese konnten sich an sozialen Projekten beteiligen, die von ihrem Unternehmen gefördert wurden – und unterstützenten Non-Profits gerade während der Ausgangssperren.

In Spanien haben 1.000 Freiwillige älteren Menschen in Isolation geholfen, indem sie telefoniert haben schlossen sich einer sozialen Initiative zur Bekämpfung der Einsamkeit älterer Menschen an, die in Heimen leben und aufgrund der Coronavirus-Krise isoliert sind. Die Initiative versucht, virtuelle Freundschaften zwischen Freiwilligen und Senioren zu schaffen, um die Einsamkeit während der Isolation zu mildern. 

Finden Sie neue Wege, um Non-Profits zu unterstützen

Die durch die Coronavirus-Pandemie ausgelöste Krise verursacht viel Stress für gemeinnützige Organisationen und letztlich auch bei ihren Begünstigten. Und das gerade in einer Zeit, wo viele die Hilfe der Non-Profits am dringendsten brauchen, und die Zahl wächst stetig.

Viele Unternehmen haben ihr Engagement bereits gezeigt, um die Auswirkungen der Krise auf gemeinnützige Organisationen zu mildern. Hier sind einige Möglichkeiten, wie Unternehmen helfen können:

  • Fördern Sie Spenden von Mitarbeitern und bieten Sie ihnen an, diese zu verdoppeln, um die Unterstützung des Unternehmens zu zeigen.
  • Ermöglichen Sie Ihren Mitarbeitern, Projekte ihrer Wahl zu unterstützen
  • Wenn Sie keine finanzielle Hilfe leisten können, ermöglichen Sie Ihren Mitarbeiter, während der Arbeitszeit sich freiwillig engagieren zu können. Virtuelle Freiwilligenarbeit kann neue Möglichkeiten sein, gemeinnützige Organisationen zu unterstützen

Die Auswirkungen dieser Krise werden noch eine Weile zu spüren sein, und gemeinnützige Organisationen wie auch Menschen auf der ganzen Welt werden erwarten, dass Unternehmen sich den sozialen Verantwortungen gegenüber der Gesellschaft stellen.

Wenn Ihr Unternehmen Unterstützung von einer sozialen Plattform für Freiwilligenarbeit & Spenden benötigt, die diese Projekte ermöglicht – nehmen Sie Kontakt mit uns auf, und wir werden sehen, wie wir Sie unterstützen können.

Wenn Sie Teil einer gemeinnützigen Organisation sind und über unsere Plattform Zugang zu einem Netzwerk von über 86.000 freiwilligen Helfern auf der ganzen Welt erhalten möchten – nehmen Sie hier Kontakt mit uns auf.

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