Campus geschlossen, Herzen offen: Antwort der EHL-Community auf die COVID-Krise

Stéphanie Grawehr
Stéphanie Grawehr Juni 16, 2020

Als die COVID-Ausgangsperre angekündigt wurde, schloss die Schule für Hotelmanagement, Ecole hôtelière de Lausanne (EHL), gemäss den Empfehlungen der Behörden ihre 3 Standorte und stellte auf Fernlernen um, damit die Sicherheit ihrer über 3.000 Schüler und 500 Mitarbeiter zu gewährleistet werden konnte. Unter den Veranstaltungen, die nun nicht mehr wie geplant stattfinden konnten, war unter anderem ihre zweite jährliche Nachhaltigkeitswoche, an der viele wichtige Akteure wie lokale Produzenten und Start-ups teilgenommen hätten.

Da Schüler und Mitarbeiter von zuhause arbeiteten, der Fernunterricht noch andauerte und sich die Bedürfnisse der EHL Gemeinschaft aufgrund von COVID grundlegend änderten, war Noémie Danthine, stellvertretende Direktorin und Leiterin für Nachhaltigkeit gezwungen, andere Wege einzuschlagen. Es galt die Sicherheit zu gewährleisten, aber trotzdem Solidarität zu zeigen.

„Während sich die Situation in den letzten Monaten rapide geändert hat, ist eines klar geworden. Das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der EHL und unser Kernwert eine „Familie“ zu bilden, ist noch nie so gut zum Vorschein gekommen“, sagte Noémie.

Zu den ersten Solidaritätsinitiativen von EHL gehörte es, den eigenen, durch die Krise so hart getroffenen Sektor des Gastgewerbes und der Hotellerie durch Austausch von Expertise zu unterstützen und zwar mit Hilfe von kostenlosen Managementkursen für Hoteliers und Pro-Bono-Beratungsaktivitäten für nationale und internationale Unternehmen aus 24 Ländern. Ausserdem wurden 100 000 Masken kostenlos an örtliche Krankenhäuser ausgegeben und das Hotel de l’Union (eine lokale gemeinnützige Organisation) mit Lebensmittel-Sachspenden unterstützt. Darüberhinaus wurden noch viele andere sinnvolle Initiativen gestartet:

  • Spendenaktionen zur Unterstützung der COVID-Hilfsmassnahmen von gemeinnützigen Organisationen wie Medair;
  • Initiativen innerhalb der EHL-Familie, z.B. Schüler, die sich gegenseitig bei den Hausaufgaben helfen oder Tipps zum Fernstudium geben;
  • Ein Dutzend auf virtuellen Kompetenzbasierende Freiwilligenmissionen, die gemeinnützigen Organisationen bei ihren Übersetzungen und sozialen Medienauftritten helfen;
  • Ein ‘Hackathon’ zur Definition der Social-Media-Strategie für ‘The Hunger Project’ (eine lokale gemeinnützige Organisation);
  • Das Management von EHL Lausanne hat freiwillig auf 10 bis 20% seines Gehalts für ein Trimester verzichtet, um die finanzielle Belastung für die Schule zu verringern und sicherzustellen, dass alle anderen Gehaltszahlungen zu 100% erfolgen können;
  • Und die Schaffung eines 1-Millionen-Franken-Covid-Solidaritätsfonds, um von finanziellen Schwierigkeiten bedrohte Schüler zu unterstützen.

Die Krise hat insbesondere viele Menschen betroffen, die sich vor der Krise bereits in benachteiligten Situationen befanden.

Daher brauchte die Fondation Mère Sofia, eine gemeinnützige Organisation, die den am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen in der Region Lausanne hilft, dringend Freiwillige für ihre Suppenküche, die Soupe Populaire, die täglich ohne Diskriminierung, kostenlos Essen an Bedürftige verteilt, normalerweise rund 250 Mahlzeiten pro Tag.

Angesichts der Situation erhöhten sie ihre tägliche Verteilung auf 600 Mahlzeiten und erweiterten ihre Essensverteilung von Abendessen auch auf Mittagessen, um den Bedürfnissen ihrer Begünstigten gerecht zu werden. Angesichts der gestiegenen Nachfrage brauchten sie mehr Freiwillige, um das Tempo zu halten.

Die EHL reagierte sofort: Im Mai meldete sich ein Team von ‘EHL-Lehrern für Kochkunst’freiwillig um ihre Fähigkeiten zu teilen und leiteten zweimal in der Woche die Küche des Soupe Populaire, um die Lieferung der erforderlichen Mahlzeiten für den Tag sicherzustellen. Zu ihnen gesellten sich auch Studenten und Mitarbeiter, die als Schnippelhilfen und Tellerwäscher aushalfen.

„Die Unterstützung der Fondation Mère Sofia im Mai war eine sehr bereichernde Erfahrung, die mich daran erinnerte, dass
Empathie, Fürsorge und Gemeinschaft das Herzstück unserer Branche sind.“ – Fabien Pairon, Meilleur Ouvrier de France and Senior Lecturer Practical Arts at EHL.

„Die Unterstützung der Fondation Mère Sofia im Mai war eine sehr bereichernde Erfahrung, die mich daran erinnerte, dass Empathie, Fürsorge und Gemeinschaft das Herzstück unserer Branche sind. Alle meine Kollegen und ich haben uns sehr gefreut, Hilfe leisten zu können, besonders in diesen schwierigen Zeiten. Beim Kochen geht es nicht nur darum, Menschen zu
ernähren, sondern verschiedene Menschen zusammenzubringen, und es ermöglicht unvergessliche Momente des Teilens! “ sagte Fabien Pairon, Meilleur Ouvrier de France und Senior Lecturer Practical Arts an der EHL.

„Die EHL-Freiwilligen stillten nicht nur den Appetit der Begünstigten, sondern brachten ihnen auch echten Trost. Es war grossartig. Ich danke Ihnen vielmals.“ – Véronique Eichenberger, Véronique Eichenberger, stellvertretende Direktorin, Fondation Mère Sofia

„Die Unterstützung der EHL war während des Höhepunkts der Gesundheitskrise, die wir gerade durchlebt haben, immens wertvoll. Während der Krise produzierten und servierten die Fondation Mère Sofia und insbesondere auch die Soupe Populaire täglich zwischen 700 und 900 Mahlzeiten. Beim Mittag- und Abendessen stellten sie alle Notunterkünfte im Grossraum Lausanne zur Verfügung: den Repit, den Sleep’in, den Etape, den Bugnon und den BAP. Ohne die Unterstützung von EHL-Freiwilligen, die hocheffiziente und oft überqualifizierte Teams waren, wären wir nie in der Lage gewesen, diese Aufgaben zu erfüllen. Aber das allein würde der insgesamt erbrachten Leistung nicht gerecht werden, denn obendrein waren die Mahlzeiten immer so lecker!!! Die EHL-Freiwilligen stillten nicht nur den Appetit der Begünstigten, sondern brachten ihnen auch echten Trost. Es war grossartig. Ich danke Ihnen vielmals. DANKE“, sagte Véronique Eichenberger, stellvertretende Direktorin der Stiftung.

„Alaya hat es der EHL-Community ermöglicht, sich an Initiativen zu beteiligen, die ihnen am Herzen liegen. Die Plattform hat den Zugang und die Organisation mit den verschiedenen gemeinnützigen Verbänden, denen unsere Mitarbeiter helfen wollten, erheblich erleichtert.“ – Noémie Danthine, stellvertretende Direktorin und Leiterin für Nachhaltigkeit

„Alaya hat es der EHL-Community ermöglicht, sich an Initiativen zu beteiligen, die ihnen am Herzen liegen. Die Plattform hat den Zugang und die Organisation mit den verschiedenen gemeinnützigen Verbänden, denen unsere Mitarbeiter helfen wollten, erheblich erleichtert. Während wir unsere engagierte Nachhaltigkeitswoche verschieben mussten, sind in dieser Zeit unzählige andere Initiativen entstanden um für einander zu sorgen und einen positiven Beitrag zu unserer Gesellschaft zu leisten. Obwohl die Situation schwierig ist und in einer idealen Welt nicht notwendig sein sollte, sind wir stolz darauf, wie sich unsere Studenten und Mitarbeiter für die Gemeinschaft einbringen“, sagt Noémie.

Allein im Monat Mai haben EHL-Studenten und Mitarbeiter über 270 Stunden freiwillig einen Beitrag für die Bekämpfung von Hunger und Armut geleistet. Die EHL wird die Fondation Mère Sofia auch in den kommenden Monaten weiterhin unterstützen.

Um mehr darüber zu erfahren, wie Alaya Unternehmen bei der Entwicklung und Verbesserung ihrer Freiwilligen- und
Spendenprogramme unterstützt, können Sie uns jederzeit kontaktieren.

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